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Dieser Platz ist so friedlich, dass man wieder einmal mehr jeden Moment ausgiebig geniessen kann. Niemand stört einem. Mann kann sich richtig gut entspannen. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein. Ganz in Gedanken versunken, merke ich nicht einmal, wie schnell die Zeit trotz allem vorbei geht. Irgendwie habe ich das Gefühl, als würde ich ins absolute Nichts blicken. Die Gegend sieht so öde, trist und verwahrlost aus, wenn sie da so schlafend vor einem liegt. Dabei ist dies der Schauplatz des Lebens. Tagtäglich werden hier Tragödien, Dramen, aber auch Komödien und Lustspiele dargeboten. Denn das ist der Lebensraum dutzender Tiere, die da unten ihrem ereignisreichen Dasein nachgehen. Dies entdecken wir dann auch auf einer späteren Pirschfahrt durch diese scheinbar verlassene Ebene. Nun sind wir inmitten des Geschehens und spüren, dass hier überhaupt nichts schläft. Hören wir einmal etwas im Busch rascheln, überqueren Perlhühner den Weg und aus dem Gebüsch flattern dutzende von kleinen, sehr bunten Vögeln auf. Wenn man wachsam hinschaut, gibt es ununterbrochen etwas zu erspähen und zu beobachten. Es muss ja nicht nur immer ein Löwe oder Elefant sein. Sind es nicht auch die kleinen Dinge, die das Leben abwechslungsreich machen? So ist es auch bei den Tieren. Wer hätte gedacht, dass in einer so öd wirkenden, unendlichen Weite so viel Leben ist und so viel Interessantes geschieht. Es gibt doch nichts Schöneres, als Tiere in der freien Wildbahn beobachten zu können. (Tsavo West Nationalpark - Oktober 1994 - tm)
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