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Auf den Herbst 2001 hat eine Arbeitskollegin Kenyaferien gebucht. Ich gab ihr einige Tipps und den Kontakt zu unserem Trauzeugen in Kenya, damit er ihr das richtige Kenyaleben zeigen konnte. Obwohl sie und ihr Freund nur 10 Tage dort waren, erzählte sie nachher nicht viel ausser es war OK. Natürlich gibt es im Geschäft immer wieder Diskussionen über Kenya. So auch mal im Sommer 2002. Ich habe mit einem Arbeitskollegen über Binationale Beziehungen gesprochen. Ihre kurze und spitze Bemerkung war nur: „Das sind doch alles nur Schweine! Suchen eine weisse Frau wegen Geld und dafür lassen sie ihre Familien im Stich, selbst wenn sie schon verheiratet sind.“ Meine Antwort war nur: “Schon wieder so eine Fachfrau die schon nach 10 Tagen Ferien im Hotel Kenya bestens kennt.“ Diese Aussage von ihr hat mich sehr verletzt, weil es eine voreingenommene, voreilige, oberflächliche und nicht überlegte Aussage war. Wenn sie sich nur 2 Minuten Gedanken darüber gemacht hätte, warum sie diesen Eindruck hatte oder einmal hingeschaut hätte, wie die Menschen dort leben, wäre es nie zu einer solchen Aussage gekommen!
Wenn sie
nach Kenya kommen gibt es zwei Möglichkeiten, wie sie Kenya aufnehmen: Genau aus diesem Grund haben wir diese Seiten geschrieben, um Kenya und seine heimische Bevölkerung besser zu verstehen. Wenn man sich dafür interessiert und sich damit beschäftigt, versteht man zuerst einiges mehr. Vertieft man sich dann weiter, hat man das Bedürfnis ihnen zu helfen. Setzt man sich noch weiter damit auseinander, sieht man ein, dass es nicht möglich ist, grundsätzlich etwas zu ändern. Dann wächst eine grosse Hilflosigkeit und Ehrfurcht vor den Kenyanern, dass sie so leben können. Denn sie selbst haben überhaupt keine Möglichkeit etwas zu ändern oder zu verbessern. Diese Kenyaferien können ganz normale, oberflächliche Strand- und Safariferien werden oder man kann sich tiefer fürs Land interessieren, für die Politik, die schlimme tägliche Korruption, die hohen Lebenskosten und das nicht vorhandene Krankensystem. So kann man den eigenen Horizont erweitern und vielleicht Verständnis für dieses Land und seine Bewohner aufbringen. Möglicherweise sind sie dann mit den eigenen Umständen und den Steuern wieder zufrieden.
Ein
Nachgedanke
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